
Kaufen Sie die Bände 1-5 der Reihe und sparen Sie 25€.
Bühne frei für eine multimediale Heilsverkündigung!
Nach einer Vorlage von Hans Sachs wurde ca. 1585 das „Admonter Passionsspiel“ verfasst und um ein Auferstehungsspiel ergänzt. Um dieses nur im Stift Admont überlieferte Werk neu zugänglich zu machen, wird von den Herausgebern eine möglichst verständliche Aufführungsfassung geboten. Sie erschließt außer dem frühneuhochdeutschen Spieltext (erstmals!) auch alle 120 mit aufgezeichneten Gesänge und eignet sich sowohl für Ensembles, welche auf Gregorianik spezialisiert sind, als auch für andere ambitionierte Chöre.
Wortgetreue Übertragungen sämtlicher Texte sowie eine umfangreiche Einführung mitsamt Registern verstehen sich als weitere Hilfestellungen bzw. Anregungen für eine Wiederaufführung. Ferner bietet die begleitende Editions-Homepage https://orgel-kirchenmusik.kug.ac.at/admonter-passionsspiel wissenschaftliche Editionsmaterialien inkl. der Handschriftendigitalisate.
Besprechungen
»Auf 280 Seiten geben Wernfried Hofmeister und Stefan Engels ästhetisch ansprechend und handlich gestaltet eine Aufführungsfassung des Admonter Passionsspiels heraus, die zwei Qualitäten in sich vereint:
1. Transparenz, was die wissenschaftliche Forschung im Umfeld des Admonter Passionsspiels und insbesondere die Vorbereitung dieser Edition betrifft.
2. Praxisorientiertheit: Diese Ausgabe bietet einem breiten Kreis von Rezipienten Zugang zum Admonter Passionsspiel und stellt eine nützliche Handreichung für seine Aufführung dar.«
— Isabell Köstler, Singende Kirche (Heft 2/2025)
»Die mühevolle Editionsmethode (nachzulesen in der Einleitung wie auch im HLK-Blog des Landes Steiermark 04/2024) bietet nun eine restituierte Fassung der Gesänge an, welche auch von weniger Geübten einstudiert und gesungen werden könnte. Gleichzeitig versteht es Engels, dem Laien die zahlreichen Varianten des Gregorianischen Chorals schmackhaft zu machen.«
— Josef Hasitschka, Blätter für Heimatkunde 1/2 (2025)
»Wahrscheinlich war der Autor des großen Osterspiels aus gegenreformatorischer Zeit ein Mönch im heute ältesten Kloster der Steiermark. Den Auftrag dazu dürfte der gute Mann von seinem damaligen Abt Johann Hoffmannbekommen haben. Jetzt feiert das rund 450 Jahre alte Werk eine österliche ›Wiederauferstehung‹«.
— Jörg Schwaiger, Kronen Zeitung (18.4.2025)
»Der unbekannte Verfasser habe zwar die Texte aufs Schönste geschrieben – in Schwarz, Rot und Blau sowie in dreierlei Schriften, nämlich Kanzleischrift, Kurrentschrift und humanistischer Kursive. Doch ›mit Noten hat er sich nicht ausgekannt‹. Manches sei eine Terz zu tief, manches zu hoch gesetzt, immer wieder seien Silben nicht unter die entsprechenden Noten gesetzt. Um das richtigzustellen, habe er Note für Note durchgehen und mit anderen Handschriften vergleichen müssen. ›Jedes Stück musste man genau untersuchen, das war eine musikwissenschaftliche Riesenarbeit‹, erzählt Stefan Engels. Jeden Fehler und jeden Ersatz dafür habe er nachweisen und mit anderen Quellen begründen müssen.
Elf Jahre lang hat dies gedauert – von der ersten Idee, das Admonter Passionsspiel zu publizieren, bis zu der im Vorjahr erschienenen Aufführungsfassung, die Stefan Engels mit Wernfried Hofmeister – germanistischer Mediävist an der Universität Graz – herausgegeben hat.«
— Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten (3.7.2025)