Römisches Österreich

JAHRESSCHRIFT DER ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR ARCHÄOLOGIE

Peter
Scherrer
Dancia
Beyll
Wolfgang
Hameter
Jutta & Wolfgang
Pietsch
35.00
Erschienen
01/2022
ISBN
978-9-902666-88-8

CARNUNTINER WEGE Festschrift für Manfred Kandler zum 80. Geburtstag Herausgegeben von Danica Beyll – Wolfgang Hameter – Christine Kandler Jutta & Wolfgang Pietsch Manfred Kandler prägte über mehrere Jahrzehnte hinweg die österreichische Archäologie. Allen voran sei dabei an seine Forschungstätigkeit in Carnuntum erinnert, die mit der Freilegung des Auxiliarkastells sowie der Entdeckung der Kultbezirke für die heliopolitanischen Gottheiten und für Liber und Libera ihre Höhepunkte fand. Die Begeisterung und Akribie, mit der er sich den ausgegrabenen Befunden widmete, übertrug sich schnell auf die Studierenden, die im Zuge von Lehrgrabungen und Praktika an den Feldkampagnen teilnahmen. Auch mir selbst sind die vielen Diskussionen in Erinnerung geblieben, welche die Carnuntum-ExpertInnen an der Schnittkante oder in der Baracke führten und denen wir junge Studierende nicht nur zuhörend folgten, sondern in die wir insbesondere durch Manfred Kandler auch aktiv miteinbezogen wurden. Eine ganze Generation von österreichischen NachwuchswissenschafterInnen blickt auf die wissenschaftlichen Anfänge bei Kandler’schen Grabungen in Carnuntum zurück. Als Beamter des Österreichischen Archäologischen Instituts übernahm er neben seinen wissenschaftlichen Aufgaben auch zahlreiche administrative Tätigkeiten, darunter die Obsorge über das wertvolle Dokumentations- und Bildarchiv. Die Beschäftigung mit der Institutsgeschichte mündete in wichtigen Publikationen, darunter den viel zitierten Jubiläumsband „Österreichisches Archäologisches Institut 1898–1998“. In seiner Funktion als stellvertretender Direktor leitete er die Geschicke des Instituts und trug mit seiner Akzeptanz unter den KollegInnen und seiner tiefen Verbundenheit mit der Einrichtung wesentlich zum guten Arbeitsklima bei. Es freut mich daher sehr, dass die Leistungen Manfred Kandlers im Rahmen dieser Festschrift gewürdigt werden und danke den HerausgeberInnen sehr herzlich für Ihr Engagement. Dem Jubilar wünsche ich Muße beim Studium der zahlreichen für ihn verfassten Beiträge und viel Elan für alle weitere Vorhaben. Sabine Ladstätter*